Kurzzugbinden wiederverwendbar
Sie benötigen tatsächlich die Pflege, die jeder Hersteller solcher Binden auch auf jeder Binde aufgedruckt vorgibt. Kochwäsche! 95 Grad also.
Warum?
Nun, mir werden öfters Menschen mit Ulcerationen und massiver Entzündung des gesamten Unterschenkel vorgestellt. Manchmal so schlimm, dass man am Anfang der Betreuung noch gar nicht weiß, was ist tatsächlich ein Ulcus cruris venosum und was ist eigentlich „lediglich durch die Entzündung entstandener“ Defekt.
Massiv die Exsudation. Schmerzen, flammendes Rot bekommt man zu Gesicht.
Fragt man den Betroffenen, „wie pflegen Sie die Binden“? So erhält man gefühlt zu 99% mit voller Inbrunst die Antwort: „alle mit der Hand gewaschen!“ „Da pass ich ganz genau auf und bin ganz gründlich!“. Ich, „also mit einer Temperatur weit unter 40 Grad?“ Antwort: „JA, natürlich“!
Ich zeige die Binde so, dass der Pflegehinweis vom Patienten sehr gut zu sehen ist.
Betroffener erstaunt, „das wusste ich nicht, ab jetzt koche ich die Binden“.
Was war geschehen? Nun, Binde vom Unterschenkel abgenommen. Da sind natürlich viele Bakterien. Handwäsche und das fanden bestimmt die Bakterien super. Nach Trocknung wieder auf den Unterschenkel. Hilfe bekam der Unterschenkel nicht. Der Verbandstoff wurde nur größer gewählt, um alles gut abzudecken. Ist der größte dem „Versorger“ bekannte Verbandstoff nicht mehr groß genug, so kam dann schon mal die Mitteilung nun nicht mehr weiterzuwissen….
Auch wurde dabei sehr oft vergessen für die notwendige Polsterung zu sorgen. Sie rezeptieren zu lassen.
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) teilt ihren Ärzten mit, mit den wiederverwendbaren Kurzzugbinden spart man viel Geld im Verhältnis zu Kompressionsfertigverbänden. Dabei wird bei der Preisfindung schon die Polsterung usw. nicht mit berechnet. Und natürlich: man muss mehr Binden rezeptieren. Mit 4 Binden kommt man nicht weit. Und wenn man dann die Verbandstoff Kosten sieht, die nun durch das Rezeptieren entstanden sind. Ja, dann komme ich zum Ergebnis: besser für die Wundheilung, für den Betroffenen UND das Budget des Arztes sind Einmal Produkte.

Wiederverwendbares ist eigentlich auch aus jedem Krankenhaus verschwunden. Warum wohl? Wenn ich mir vorstelle, dass solch ein Patient mit seiner hochgradigen Infektion in ein Krankenhaus eingeliefert werden muss…. Vorsorge, Prophylaxe beginnt zu Hause!

Liebe KV, denken Sie immer daran, auch ein ihnen lieber Angehöriger könnte dann neben solch einem super infizierten Menschen im Krankenhaus liegen…. Gesundheit geht vor Geld!

Was es noch zu sagen/schreiben gebe........

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: