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Vaskulitis – eine Herausforderung, Teil 3, 27.12.2012

Eckart.Schuster No Comments

Wundheilung Stumpf und linker Unterschenkel sind weiterhin verbessert. Wundfläche deutlich weniger. Allerdings darf nicht unerwähnt bleiben, dass ein Band des Linken Unterschenkels Nekrosen aufweist. Zur Zeit sehe ich hier allerdings keinen Handlungsbedarf. Die Finger benötigen noch viel Zeit.

Zu beobachten ist, das vor allem am linken Unterarm immer wieder livide Verfärbungen der Haut auftreten. Die Familie erzählte mir (mit Bildern), wie es zur Amputation des rechten Unterschenkels gekommen ist und ich bin mir sicher, es war keine AVK, sondern ein Schub der Vaskulitis.

Die Vorgehensweise der Verbandwechsel hat sich nicht geändert. Reinigung mit Prontosan, Abdeckung mit Mepilex (Unterschenkel) bzw. Aquacel Foam adh. (Stumpf). Unterschenkel erhält TG Schlauch – Cellona – TG Schlauch. Die Hände werden täglich im gesunden gepflegt (Reinigung mit Wasser ; Pflegelotion nach Wahl der Patientin), anschließend mit sterilen Kompressen abgedeckt, mit Cellona „in Watte“ gepackt und mit TG Schlauch fixiert. Das ganze muss man sich wie zwei Tischtennisschläger vorstellen. Allerdings sucht man die Hand,die den Schläger hält vergebens. Die Hände sind also gut geschützt. Schmerzempfinden sind bis auf den 5. Finger der linken Hand vorhanden.

Die Verbandwechsel selbst bereiten der Patientin nur noch wenig Schmerzen. Sie ist also gut eingestellt. Die Patientin wird mobilisiert.

Wundfläche deutlich verkleinert. Nekrose wie beschrieben.

Wundfläche deutlich verkleinert. Nekrose wie beschrieben.

Innenseite des Unterschenkels

Innenseite des Unterschenkels

Wundfläche des Stumpfes hat sich halbiert

Wundfläche des Stumpfes hat sich halbiert

Rechte Hand

Rechte Hand

Rechte Hand

Rechte Hand

Linke Hand. 5. Finger kann nicht mehr bewegt werden

Linke Hand. 5. Finger kann nicht mehr bewegt werden

Innenansicht linke Hand

Innenansicht linke Hand

Vaskulitis – eine Herausforderung, Teil 2, ein Monat später

Eckart.Schuster one comments

Die Nekrosen am linken Unterschenkel bzw. rechten Amputationstumpf hatten sich soweit gelöst, so dass ich mittels Skalpell sehr gut Debridieren konnte. Wundexsudat ist gering. Es genügt aktuell ein Verbandwechsel pro Woche (Hydrofiber, Schaum, Schlauch, Watte). Dies ist auch gut für die Psyche der Patientin. Die Hände wurden Anfangs jeden zweiten Tag verbunden. Im Verlauf stellte sich aber eine Verschlechterung der Umgebungshaut dar. So werden die Hände nun täglich neu verbunden,  mit intensiver Hautpflege der übrigen Hand. Die Mumifizierung ist vorangeschritten. Die Patientin nimmt einzelne Finger nur noch als Fremdkörper war. Die Hausärzte sind hier im Gespräch mit Spezialisten, das weitere Procedere abzusprechen.

Die Aufnahmen sind im Zeitraum 17.09.2012 – 26.09.2012 entstanden.

Amputationsstumpf nach Entfernung der Nekrosen

Deutliche Atrophie des Linken Unterschenkels, Nekrosenfrei, Granulation/Epithelisierend

Vaskulitis – eine Herausforderung, Teil 1

Eckart.Schuster No Comments

Ich will hier nicht über die Behandlung der Ärzte im Bezug der Vasculitis berichten, sondern über meinen „Part“ in Zusammenarbeit mit einem ambulanten Pflegedienst.

Vorab, was versteht man nun unter der Vasculitis? Mit was haben wir es zu tun:

Unter dem Sammelbegriff Vaskulitis werden Erkrankungen zusammengefasst, bei denen es durch autoimmunologische Prozesse – am häufigsten eine Allergie vom Typ 3 – zu Entzündungen von Arterien, Arteriolen, Kapillaren, Venolen und Venen kommt, wodurch in der Konsequenz auch die versorgten Organe selbst geschädigt werden. Die Ursachen sind noch nicht geklärt. Zurzeit werden genetische in Kombination mit Umwelt-Faktoren wie Infektionen mit dem Bakterium Staphylococcus aureus oder dem Hepatitis-Virus vermutet.

Früher führten Vaskulitiden innerhalb weniger Monate zum Tod, heute dagegen können sie durch eine Therapie mit Immunsuppressiva in eine Remission gebracht werden, wodurch die Krankheit allerdings nicht besiegt ist: Da das Immunsystem bleibend entgleist ist und die Ursachen dafür nach wie vor nicht entschlüsselt sind, das heißt auch nicht behoben werden können, kann es jederzeit wieder zu einem Rezidiv kommen.

Im Gegensatz dazu sind Vaskulopathien eine Gruppe von primär nicht entzündlichen Gefäßerkrankungen unterschiedlicher Ursache, die zu einem teilweisen oder vollständigen Verschluss eines Gefäßes führen. In der Praxis werden beide Erkrankungstypen allerdings sprachlich häufig nicht sauber voneinander getrennt. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Vaskulitis Stand:28. Juli 2012 um 10:29 Uhr

Die Patientin hatte in 2010 die Unterschenkelamputation rechts mit Sekundärheilung. Grund: AVK. Mit Prothese konnte Sie schon wieder gut laufen.

Zur Zeit benötigt Sie nun bei allen Verrichtungen des täglichen Lebens Hilfe. Die Finger werden mit einem Distanzgitter umwickelt, abgedeckt mit sterilen Kompressen, Synthetikwatte, Schlauchverband. Jeden 2. Tag Erneuerung und Kontrolle auf Infektionszeichen.

Untere Extremitäten sind die Nekrosen an einigen Stellen bereits feucht. Aufgrund der Grunderkrankung wird auf Debridement verzichtet. Zudem erhält sie Medikamente, die die Gerinnung stark herabsetzen. Abdeckung hier mittels Schaum, intervall jeden 3. Tag.

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