Um eine Wunde zur Abheilung zu bringen, bedarf es vieles. Wer nur meint sich nur um den Defekt kümmern zu müssen, wird oft sehr frustriert sein. Oft wird dann behauptet, der Patient macht nicht mit, ist Non Compliance (mangelnde Mitarbeit bzw. Kooperation des Patienten bei einer medizinischen Behandlung, z.B. die Verweigerung einer Therapiemaßnahme oder die Nichtbefolgung von Verhaltensregeln)

Schmerzen sind vielfach die Ursache einer Non Compliance. Jeder kennt es. Hat man starke Schmerzen, kann man schlecht jemandem zuhören. Man möchte einfach seine Ruhe haben und hofft, der Schmerz lässt schnell nach. Es muss dabei sich nicht um einen Wundschmerz handeln. Fatal, wenn Behandler den Menschen nicht als Ganzes sehen. Jeder 4. über 60 Jahre hat einen chronischen Schmerz. Eine Studie dazu hatte ich mit meinen Mitarbeitern auf dem Schmerzkongress 2008 bereits veröffentlicht. Wenn also ein Mensch Schmerzen beim Laufen hat, wird er die 3 L Regel (Laufen – Liegen – Lobenswert) leben? Wohl kaum.

Sicherlich gibt es Medikamente und der Arzt hat auch diese Verordnet. Und ja, das Verordnete “bei Bedarf” wird meist mit “wenn Du es vor Schmerz nicht mehr aushält” übersetzt. Und richtig ist auch, dass viele Patienten keine, wenige Schmerzmedikamente einnehmen möchten. Weil Sie schon so viele nehmen. Haben diese Patienten “Pech” gehabt?

Luxxamed HD2000 im Einsatz

Anfang dieses Jahres bin ich auf das Luxxamed HD2000 Aufmerksam geworden. Was für Professionelle Sportler der verschiedensten Sportarten eine Selbstverständlichkeit ist, sollte doch auch etwas für die Jahre nach dem großen Sport sein. 5 Patienten baten wir für eine Therapie sich zur Verfügung zu stellen. Aus Kassel war man angereist, um uns das Gerät vorzuführen. Eine Behandlung dauert insgesamt eine gute dreiviertel Stunde. Alle 5 Patienten verspürten eine Besserung Ihrer Situation und 3 von Ihnen wollten (ohne dass wir dies in Aussicht gestellt hatten) gleich am nächsten Tag eine weitere Behandlung. Grund für uns das Gerät für die Praxis zu leasen.

Kurz die Wirkungsweise:

Sowohl das Schmerzempfinden als auch die Übertragung der Symptome finden im menschlichen Körper auf elektrischem Wege statt. Durch die Stimulation der Nerven wird eine geringe elektrische Spannung erzeugt. Diese wird dann bis zu den Übergängen, die in der Medizin als Synapsen bezeichnet werden, geleitet. In den Synapsen treten chemische Reaktionen auf. Die Substanzen werden auf weitere Nervenbahnen verteilt und wiederum in eine elektrische Spannung umgewandelt.

Im ersten Schritt misst das Gerät die elektrische Spannung sowie die Stromstärke in den Nervenbahnen. Anhand der gewonnenen Daten wird ein elektrischer Strom durch den Körper geleitet. Da die Stromstärke in einem Bereich von wenigen Mikroampere liegt, spürt der Patient höchstens ein leichtes Kribbeln. Während der Strom durch den Körper fließt, finden immer wieder Messungen statt. Dadurch passt das Gerät automatisch die Stromstärke nach den jeweiligen Gegebenheiten an. Auf diese Weise wird eine optimale Therapie durchgeführt.

Während dieser Zeit sammeln die Zellen im Körper neue Energie, weil sie durch den zugeführten elektrischen Strom im erheblichen Maße entspannt wurden.

Gleichzeitig wird die Lymphzirkulation gefördert und die Selbstheilungsmechanismen werden angeregt und unterstützt.

Zusätzlich wird das betroffene Gewebe mit LED-Licht in verschiedenen Wellenlängen stimuliert.

Unter der Rubrik: Wundbehandlung gibt es 9 verschiedene Programme. Unter anderem ein “Infekt Programm”.

Seit einem Monat nun im Einsatz. Patienten mit Wunden in den unteren Extremitäten berichten, Ihre Beine fühlen sich leichter an. Der Schmerz wäre während des Verbandwechseln nicht so stark und würde wesentlich schneller abklingen. Ein anderer Patient berichtet (Wundheilungsstörung nach Herz OP mit Ulcus cruris am Unterschenkel), er kann jetzt wieder auf der rechten Seite liegen, dies war vor Beginn der Elektrotherapie überhaupt nicht möglich und wurde von Mal zu Mal immer besser.

Natürlich müssen die Patienten die Behandlung bezahlen. Krankenkassen erstatten diese Behandlungskosten nicht. Andere Nebenwirkungen gibt es aber nicht. Bei 80 % der Patienten traf bisher eine Besserung nach dem ersten Mal ein. Die erste Behandlung kostet nichts. So kann jeder es für sich probieren.

Ich bin Überzeugt, einen weiteren wichtigen Baustein für die Wundversorgung in der Praxis zu haben.

Was es noch zu sagen/schreiben gebe........

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