Eine Wunde kann nur zur Abheilung gebracht werden, wenn sie bei jedem Verbandwechsel gründlich gereinigt wird. Wichtig zu wissen: bei chronischen Wunden auch die Wundumgebung!

In der Praxis hatten wir ja bereits das debritom+ getestet. debritom+ reinigt akute und chronische Wunden präzise und gewebeschonend. Ein stark gebündelter Mikrowasserstrahl trägt zähe Wundbeläge wie Fibrin, Nekrosen und Biofilm ab, entfernt Fremdkörper aus akuten Wunden und eignet sich bestens zum effizienten Spülen von Wunden.
Großer Nachteil: die immer wieder kehrenden Kosten, die vom Patienten getragen werden müssten waren uns und den Patienten zu hoch.

Nun also der 4-wöchige Test des SONOCA 185.
Praktisch und kompakt, speziell für das Wund Debridement entwickelt mit integrierter Spülpumpe. Einfache, sichere Bedienung verspricht die Firma Söring aus Quickborn. Und aus der ganzen Welt gibt es dafür positive Rückmeldungen.
Wirkungsweise kurz erläutert:
Die Sonotrode schwingt 25.000- mal in der Sekunde vor und zurück.
Bewegt sich die Sonotrode zurück, entstehen Vakuumbläschen in der Spülflüssigkeit.
Bewegt sich die Sonotrode wieder vor, implodieren die Bläschen und erzeugen eine starke Strömung, die Beläge und Biofilme vom Wundgrund ablöst.

Dabei muss man die Sonotrode ständig in Bewegung halten, es wäre sonst eine zu schmerzhafte Angelegenheit.

Ich konnte nun das versprochene in der Praxis ausprobieren. Bei der Vorstellung „übten“ wir an einer Orange. Ohne sie zu Verletzen erreichten wir schnell das gewünschte. So eine Orange hat natürlich kein Schmerzempfinden. Beim Patienten empfiehlt sich dann schon vorab ein Lokal Anästhetikum wie „Emla Creme“ aufzutragen und natürlich auch entsprechend lange einwirken zu lassen. Es wird wesentlich weniger Spülflüssigkeit benötigt, als beim debritom+.

So testeten es nun meine beiden Mitarbeiterinnen in der Häuslichkeit der betreffenden Menschen. Denn leider kann nicht jeder Mensch mit „seiner“ Wunde zum Arzt, in eine Wundambulanz bzw. in unsere Praxis kommen. Daher sind wir auch mobil unterwegs.

Ihr Fazit: sie waren begeistert. Das Gerät benötigt wenig Platz und konnte Problemlos aufgebaut werden. Und natürlich, am Ende zählt das Ergebnis und das kann sich sehen lassen. Ich könnte mir gut vorstellen, die beiden waren die ersten, die diese Erfahrung, das Gerät in der Häuslichkeit des Patienten einzusetzen, gemacht zu haben.

Ein Vorteil, die Sonotrode ist Langlebig und steril aufbereitbar. Da wir einen Autoklaven besitzen, fallen hier nun nur geringe laufende Kosten an. Dafür hat nun das Gerät einen stolzen Preis. Aber hier kann man ja nun Leasen bzw. Finanzieren.

Nun werden einige sich sagen, und mit in Krafttreten der Richtlinie, die Rahmenempfehlung zur Versorgung chronischer Wunden nach § 132 a Abs 1 SGB V lässt sich das doch gut erwirtschaften. Pustekuchen! Die Vertrags führende Krankenkasse, die AOK in Braunschweig weiß nach 4 Monaten noch nicht, wie sie ihre mitentwickelte Richtlinie umsetzen möchte. Ein Nachteil, wenn die Gesellschaft, die gewählten Parteien im Bund und Land bei einem doch wichtigen Thema – die GESUNDHEIT der Bürger- auf eine Selbstverwaltung durch die Akteure setzt und diese nur unzureichend überprüft. Scheinbar haben die Politiker dann Sorge eine Kur, oder dergleichen nicht mehr für sich genehmigt zu bekommen. Aber dies ist natürlich nur eine Behauptung, die ich nicht beweisen kann.

Was es noch zu sagen/schreiben gebe........

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