Das Medizinproduktegesetz. Das wird leider nicht für voll genommen. Jeder regt sich über MRSA und Co auf – aber nur wenn es um die Keimbelastung im Krankenhaus geht. Zu Hause dürfen diese Bakterien tun und lassen was sie wollen. Selbst Wundexperten von ICW und DGFW schrecken teilweise nicht davor zurück Verbandstoff größer als benötigt zu bestellen und dann vom Verbandstoff immer ein Stück abschneiden, der Rest locker eingepackt für das nächste Mal. Weil ja angeblich der Verbandstoff zu teuer.
Durch das MolecuLight i:X Bildgebungsgerät kann man nun sehen, wie wichtig Wundreinigung und steriles arbeiten ist. Da wo Bakterien zu genüge sind müssen nicht noch mehr hin!

Die ersten Bilder zeigen die Wunde VOR Reinigung. Direkt nach Abnahme des Verbandes. Dieser hatte eine Verweildauer von 3 Tagen.

Bakterien die durch Cyan Fluoreszenz entdeckt werden: Pseudomonas aeruginosa

Bakterien die durch rote Fluoreszenz entdeckt werden:
Das KÖNNEN sein: Staphylococcus aureus, MRSA, Enterobacter cloacae und Enerococcus faecalis
Proteus mirablis, Klebsielle pneumoniae, Escheria coli, Beta-hemolytic Streptococci (Group B),
Coagulese-negative Staphylococci ( e.g.S.lugdunensis)

 

 

 

Reinigung des Unterschenkels:

Loser Biofilm mittels Octenisept getränkter Kompresse entfernt. Actimaris Wundgel aufgebracht, mit feuchten Kompressen den Unterschenkel umwickelt und 20 Minuten einwirken lassen. Anschließend mit NaCl0,9 % und Debrisoft die Wunden gereinigt, Biofilm entfernt. Nochmals Octenisept getränkte Kompressen auf die Wunden gelegt und gute 2 Minuten einwirken lassen.

Nun noch mal Fotografiert

 

 

Die Keimbelastung ist deutlich weniger, aber halt auch deutlich noch vorhanden. Man stelle sich vor – die Reinigung fände nicht statt. Oder jetzt kommt unsteriles Material, mit einem weiteren Bakterienstamm, auf die Wunde. Wer möchte das bei sich? Daher mein Aufruf an alle die Wunden versorgen:

 

 

 

NUR STERILES MATERIAL VERWENDEN und GRÜNDLICHE WUNDREINIGUNG!

Was es noch zu sagen/schreiben gebe........

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