Fachvertrauen

Fachvertrauen

Eckart.Schuster No Comments

In der Regel überweist die Hausärztin, der Hausarzt in das entsprechenden Fach. Und wir nehmen die Empfehlungen meist an. Lassen uns operieren, nehmen die verordneten Medikamente usw. Wenn nicht, dann geht es meist schief. Selbst Schuld heißt es dann.

Leider meinen viel zu viele, beim Virologen, bei der Virologin müssen wir nicht so handeln. Da hören diese Menschen auf Artverwandte Berufe bis auf absolute Laien, die aber glauben Experte, Expertin zu sein.

Alle Virologen und Virologinnen empfehlen die Impfung. Millionen Menschen auf der gesamten Welt sind bereits geimpft. Klar, man kann Nebenwirkungen haben, Aber ihr Raucht, ihr Trinkt Alkohol, Ihr fahrt zu schnell Auto. Die meisten Unfälle passieren im Haushalt und wer hat den nicht?

Lasst Euch impfen und seit ein gewinn für alle. Ich helfe gerne in meinem Fachgebiet und am liebsten ohne zusätzliche Auflagen. Ganz auf die Wunde konzentriert. Ich bin geimpft.

Schmerz lass nach, Luxxamed HD2000

Eckart.Schuster No Comments

Um eine Wunde zur Abheilung zu bringen, bedarf es vieles. Wer nur meint sich nur um den Defekt kümmern zu müssen, wird oft sehr frustriert sein. Oft wird dann behauptet, der Patient macht nicht mit, ist Non Compliance (mangelnde Mitarbeit bzw. Kooperation des Patienten bei einer medizinischen Behandlung, z.B. die Verweigerung einer Therapiemaßnahme oder die Nichtbefolgung von Verhaltensregeln)

Schmerzen sind vielfach die Ursache einer Non Compliance. Jeder kennt es. Hat man starke Schmerzen, kann man schlecht jemandem zuhören. Man möchte einfach seine Ruhe haben und hofft, der Schmerz lässt schnell nach. Es muss dabei sich nicht um einen Wundschmerz handeln. Fatal, wenn Behandler den Menschen nicht als Ganzes sehen. Jeder 4. über 60 Jahre hat einen chronischen Schmerz. Eine Studie dazu hatte ich mit meinen Mitarbeitern auf dem Schmerzkongress 2008 bereits veröffentlicht. Wenn also ein Mensch Schmerzen beim Laufen hat, wird er die 3 L Regel (Laufen – Liegen – Lobenswert) leben? Wohl kaum.

Sicherlich gibt es Medikamente und der Arzt hat auch diese Verordnet. Und ja, das Verordnete “bei Bedarf” wird meist mit “wenn Du es vor Schmerz nicht mehr aushält” übersetzt. Und richtig ist auch, dass viele Patienten keine, wenige Schmerzmedikamente einnehmen möchten. Weil Sie schon so viele nehmen. Haben diese Patienten “Pech” gehabt?

Luxxamed HD2000 im Einsatz

Anfang dieses Jahres bin ich auf das Luxxamed HD2000 Aufmerksam geworden. Was für Professionelle Sportler der verschiedensten Sportarten eine Selbstverständlichkeit ist, sollte doch auch etwas für die Jahre nach dem großen Sport sein. 5 Patienten baten wir für eine Therapie sich zur Verfügung zu stellen. Aus Kassel war man angereist, um uns das Gerät vorzuführen. Eine Behandlung dauert insgesamt eine gute dreiviertel Stunde. Alle 5 Patienten verspürten eine Besserung Ihrer Situation und 3 von Ihnen wollten (ohne dass wir dies in Aussicht gestellt hatten) gleich am nächsten Tag eine weitere Behandlung. Grund für uns das Gerät für die Praxis zu leasen.

Kurz die Wirkungsweise:

Sowohl das Schmerzempfinden als auch die Übertragung der Symptome finden im menschlichen Körper auf elektrischem Wege statt. Durch die Stimulation der Nerven wird eine geringe elektrische Spannung erzeugt. Diese wird dann bis zu den Übergängen, die in der Medizin als Synapsen bezeichnet werden, geleitet. In den Synapsen treten chemische Reaktionen auf. Die Substanzen werden auf weitere Nervenbahnen verteilt und wiederum in eine elektrische Spannung umgewandelt.

Im ersten Schritt misst das Gerät die elektrische Spannung sowie die Stromstärke in den Nervenbahnen. Anhand der gewonnenen Daten wird ein elektrischer Strom durch den Körper geleitet. Da die Stromstärke in einem Bereich von wenigen Mikroampere liegt, spürt der Patient höchstens ein leichtes Kribbeln. Während der Strom durch den Körper fließt, finden immer wieder Messungen statt. Dadurch passt das Gerät automatisch die Stromstärke nach den jeweiligen Gegebenheiten an. Auf diese Weise wird eine optimale Therapie durchgeführt.

Während dieser Zeit sammeln die Zellen im Körper neue Energie, weil sie durch den zugeführten elektrischen Strom im erheblichen Maße entspannt wurden.

Gleichzeitig wird die Lymphzirkulation gefördert und die Selbstheilungsmechanismen werden angeregt und unterstützt.

Zusätzlich wird das betroffene Gewebe mit LED-Licht in verschiedenen Wellenlängen stimuliert.

Unter der Rubrik: Wundbehandlung gibt es 9 verschiedene Programme. Unter anderem ein “Infekt Programm”.

Seit einem Monat nun im Einsatz. Patienten mit Wunden in den unteren Extremitäten berichten, Ihre Beine fühlen sich leichter an. Der Schmerz wäre während des Verbandwechseln nicht so stark und würde wesentlich schneller abklingen. Ein anderer Patient berichtet (Wundheilungsstörung nach Herz OP mit Ulcus cruris am Unterschenkel), er kann jetzt wieder auf der rechten Seite liegen, dies war vor Beginn der Elektrotherapie überhaupt nicht möglich und wurde von Mal zu Mal immer besser.

Natürlich müssen die Patienten die Behandlung bezahlen. Krankenkassen erstatten diese Behandlungskosten nicht. Andere Nebenwirkungen gibt es aber nicht. Bei 80 % der Patienten traf bisher eine Besserung nach dem ersten Mal ein. Die erste Behandlung kostet nichts. So kann jeder es für sich probieren.

Ich bin Überzeugt, einen weiteren wichtigen Baustein für die Wundversorgung in der Praxis zu haben.

Corona fordert Veränderung

Eckart.Schuster No Comments

Schützen, Vorsorge. Homeoffice geht nicht. Patienten kommen nun mal in die Praxis. Aber der Innendienst teilt sich nun auf. Es arbeitet immer nur einer. Und da alle theoretisch zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit gelangen könnten, dürfte auch die Politik damit einverstanden sein. Eine Ansteckung auf diesem Wege nahezu ausgeschlossen.

Der Außendienst wird Heime nur im absoluten Notfall besuchen. Dies sind hier in Niedersachsen ja die aktuellen Hotspots. Zusammen mit den Krankenhäusern. Man hätte doch lieber erst einmal alle Mitarbeiter des Gesundheitswesen (Pflegekräfte, Ärzte, Rettungssanitäter*innen usw.) die Polizei und die Feuerwehr impfen sollen. Ältere Menschen wären dann auch geschützt gewesen. Aber wie kann ich Pflegenotstand mit der Pandemie in Zusammenhang bringen? Herr Spahn ordert doch Pflegekräfte in der ganzen Welt nach. Und auch unsere “Journaille” findet das ganze nicht schlimm (genug). Lieber nach Amerika jeden Tag (neben der Pandemie) mehrfach schauen. Ich nenne das Ablenken vom Eigentlichen.

Man kann natürlich nicht alles so weiter abarbeiten. Ich hoffe und wünsche mir, es ist wirklich nur noch für ein paar Monate. Baulich habe ich die Praxis aufgrund der Pandemie etwas umgebaut. Dies aber für länger als nur für ein paar Monate.

Eine Glaswand lässt bekanntlich nichts durch und man braucht nichts mehr zu drücken, um beim Betreten der Praxis sich die Hände zu desinfizieren.
Eine Schwing/Klapptür trennt nun den Bereich noch mehr ab.

ABI – Messung

Eckart.Schuster No Comments

Viele Menschen über 30 Jahre haben bereits ein Rückflussproblem aus den Beinen in den Oberkörper. Das liegt mit unseren Tätigkeiten, den immer mehr Sitzen und Stehen zusammen. Dazu benötigt man keine großen Untersuchungen. Es reicht, wenn man seine Strümpfe abstreift und den nach gut 2 Minuten immer noch einen Abdruck der Strümpfe an seinem Bein sieht. Solange die Haut intakt, solange ist das auch okay. Empfehlung: während der Arbeit Kompressionsstrümpfe tragen.

Wir Menschen können nun nicht nur Probleme mit dem Rückfluss bekommen. Das lebenswichtige Blut muss ja erst einmal hinunter in die Beine / Füße. Und wenn ich wissen möchte, ob ich dem Patienten eine Kompression anlegen kann (um den Rückfluss zu verbessern), dann muss ich wissen, ob die arterielle Durchblutung auch unter Kompression gewährleistet ist.

Als ich mit dem Wundmanagement begonnen habe, so habe ich die Ärzte anfangs danach gefragt. Meist konnten mir die Ärzte dazu keine Auskunft geben. Einer drehte mal den Kopf zum Patienten, schaute danach zu mir und sagte, “bei dem Alter ja”. Selbst ist man also gefragt.

ABI = Messung des Blutdruckes oberhalb des Knöchel und am Arm. Oberer Wert (systolische) des am Knöchel gemessenen durch den oberen Wert am Arm gemessen ergibt den Index. Optimal wäre also 1,0. Von 0,9 bis 1,3 (mit dem “MESI” gemessen bis 1,4) sind normale Werte. Bei Werten unter 0,9 bis 0,75 kann man auf jeden Fall noch eine normale Kompression anlegen. Sie sind aber zu kontrollieren.

Bis November 2019 führte ich die Messungen mittels Ultraschall Doppler durch. Dies ist aber ein wenig Aufwendig für den Ungeübten. Also für den, der dies nicht jeden Tag machen muss. Die linke Hand pumpt auf und lässt die Luft ab, die rechte Hand muss ganz ruhig, nicht verrückend mit gleichem Druck die Sonde punktgenau halten. Dazu kommt das darauf achten, dass das Gerät nicht runterfällt. Sicherlich gab es eine Software, wo man die Daten einpflegen konnte. Insgesamt doch Zeitaufwendig. Und so “klagte” ich mein Leid im Dezember 2019 dem damaligen Außendienstmitarbeiter der Firma “medi” (https://www.medi.de/unternehmen/). Er: da gibt es doch das Gerät “MESI”.

Am Arm und den Beinen gleichzeitig den Blutdruck messen, rechnen lassen, an den PC übertragen, Name des Durchführenden, des Patienten einpflegen, abspeichern und versenden.

Ja, so einfach! Im Dezember 2019 noch ein Testgerät bekommen. Im Januar mein eigenes mit normalen und großen Manschetten. Seitdem werden nun bei allen Patienten mit Wunden an den Beinen schnell und unkompliziert der ABI bestimmt.

Dabei kommen wir schon zu überraschenden Ergebnissen. Nicht das Bein mit der Wunde hat eine schlechte Durchblutung.

Einen guten Wert kann man nicht “zaubern”, ein schlechter Wert zeigt sich dann beim Gefäßspezialisten manchmal als doch nicht so schlecht. Damit können wir “leben”.

Checkpoint WUNDE

Eckart.Schuster No Comments

Eigentlich wollten wir damit schon im Frühling anfangen. Nur Corona ließ es nicht zu. Diese Woche nun der Beginn. Der Wartebereich ist ausgestattet mit einem Beamer. Besucher können sich während des Wartens Bilder von Sardinien anschauen (www. mein-Tagebuch.de).

Zu Gast hatten wir eine Praxis aus Wunstorf. Dazu eine Kollegin und natürlich wir vom “Außendienst”. Wir konnten uns mit mehr als 1,5 Meter verteilen und über das Thema: Zusammenarbeit der einzelnen Professionen herzlich austauschen. Schlappe Stunde. Der Anfang ist gemacht.

Meisterschülerin?

Eckart.Schuster No Comments

Nun, ich “spiele” hier jetzt ein wenig. Eckart werde ich gerufen, weil meine Mutter den Meister Eckart verehrte. Zumindest diesen Philosophen für würdig befunden hat einen Sohn nach ihm zu benennen. Und nun habe ich am 01.09.2020 eine junge Altenpflegerin eingestellt, die mich unterstützen soll.

Sie ist eine sehr gute Altenpflegerin. Nun soll sie eine sehr gute Wundexpertin werden. Ihre Grundlagen sind sehr gut. Ist sie also eine Meisterschülerin?

Demnächst werde ich berichten über die ersten Zahlen / Fakten, die ich mittels dem Gerät “Mesi” zur sehr einfachen Messung Betreff Knöchel Brachial Index herausgefunden habe. Ein paar Ergebnisse werden noch benötigt.

Wenn die Bakterie in der Häuslichkeit unterschätzt wird

Eckart.Schuster No Comments

Alter Verband ab – neuer Verband aufgebracht. Und die Katastrophe ist Perfekt, weil man die Reinigung und Pflege als zu vernachlässigen angesehen hat.

Selbst in Wundzentren wird an die Versorgenden einer Wunde ausgegeben: Reinigen mit (zum Beispiel Octenisept) verboten! Liegt mir schriftlich vor. Was sind das für Experten? Können sie mehr sehen als der “normale” Mensch? Auch wird sehr oft das Medizinproduktegesetz als für nicht nötig angesehen. “Ja, im Krankenhaus muss man nur steril arbeiten, aber doch nicht in der Häuslichkeit. Die Bakterien kennen sich doch”. So, die Begründung. Natürlich ist ein Hygienemanagement wie im Krankenhaus nicht in der Häuslichkeit umzusetzen. Aber das einfachste schon.

Bei Tageslicht betrachtet: nichts Auffälliges.
Den Raum verdunkelt, das MolecuLight i:X zeigt die Belastung.

Wie man sieht, die Bilder sind zwei Jahre alt. Bei einer chronischen Wunde sind die Bakterien nicht nur auf der Wunde, sondern besiedeln gleich große Hautareale der Umgebung.

VOR Reinigung, der Patient hat in diesem Bereich KEINE Wunde
NACH Reinigung
Bei Tageslicht betrachtet

Fazit: wer die Macht der Bakterien unterschätzt, der kann dem Patienten großes Leid zufügen. Deshalb: alles was “verpackt” wurde muss gereinigt und gepflegt werden. Die Bildgebungsvorrichtung MolecuLight i:X ist eine sehr gute Möglichkeit die Belastung darzustellen. Gezielt dann bei Bedarf Abstriche zu nehmen. Es dürfen nur sterile Produkte, von der Reinigungsflüssigkeit und Kompresse bis hin zur Wundauflage verwandt werden.

Wer dies nicht einsieht, der sollte bitteschön das Versorgen von Wunden lassen.

Welchen Wert haben aktuell Aussagen des RKI?

Eckart.Schuster No Comments

Laut Herrn Laschet (in der Sendung Anne Will) hat das RKI keine Empfehlung den Politikern von Schließungen Betreff Schulen, Kindergärten usw. gegeben. Vor Jahren hatte ich mal eine Anfrage an das RKI gestellt, “ob sterile Kompressen bei der Versorgung, beim Verband wechsel von Wunden notwendig wären”. Antwort: sind nicht zuständig. Frage: sind das eventuell nur noch gut bezahlte Beamte? Sind sie von der tatsächlichen Medizin schon zu weit weg? In 7 Tagen haben wir die 10 Tausend “geknackt”? Es hätte es vermieden werden können. Mit eindeutigen Aussagen?

“Richtige” Mediziner müssen Entscheidungen treffen. Zu etwas stehen. Liebes RKI, habt “Arsch in der Hose” und erinnert Euch, wo Ihr herkommt.

DURCHBRUCH

Eckart.Schuster No Comments

Die Praxis wird größer und zwar um gute 20 m².

3 Plätze für wartende (meist kommend mit Angehörigen) waren nun doch arg wenig. Ruhe kehrt nun im Eingangsbereich ein.

Nutzen wollen wir den Raum aber auch für Information. Hierzu werden wir in (un)regelmäßigen Abständen Praxen einladen um rund über “die Wunde” zu informieren.

Der Sonnenuntergang an der Westküste Sardinien von mir aufgenommen wird natürlich eine Wand im neuen Raum finden.

Druckentlastung – Für was eine Dokumentation doch gut ist

Eckart.Schuster No Comments

Druck, ständig auf derselben Körperstelle ist die Ursache für das Bekommen eines Druckgeschwüres. Dies ist allseits bekannt. Und allen wird es logisch erscheinen: Druckentlastung die Voraussetzung für die Abheilung. Menschen, die man nun nicht mehr mobilisiert bekommt, die sogenannten “Bettlägrigen”, diese müssen nun regelmäßig gelagert werden. Rund um die Uhr aller 2 bis 3 Stunden. Hilfsmittel wie Wechseldrucksysteme sind nur eine Unterstützung. Gelagert werden muss trotzdem. Schon seit einigen Jahren gibt es nun auch Seitenlagerungssysteme. Sie bestehen meist aus zwei Luftkammern, die gut etwas länger als die Hälfte des Bettes sind und je eine Hälfte dieses ausfüllen. Sie werden unter die Matratze gelegt. Computergesteuert werden nun wechselseitig die Kammern mit Luft befüllt und teilweise Sensor-gestützt auf den gewünschten Neigungswinkel aufgepumpt. Dies geschieht langsam und geräuschlos. Natürlich lässt sich bei den meisten einstellen wie lange die Position eingehalten werden soll. Voraussetzung für den Einsatz solcher Systeme ist aber, der betroffene kann, sich tatsächlich nicht seine Liegeposition verändern. Zum Beispiel indem er sich mehr auf eine Seite des Bettes lagert. Bei vielen Immobilen Patienten ist dies aber der Fall. Sie können sich nicht selbst lagern.

Zu Hause, von den Angehörigen gepflegt ist das “rund um die Uhr lagern” ein Problem. Es ist ganz einfach: Angehörige müssen auch mal schlafen, sich erholen und dies tun sie meist in der Nacht.

Natürlich kostet so ein System Geld und die Krankenkassen haben viele Wechseldrucksysteme im Angebot, sind preiswerter. So werden meist die Anträge für ein Seitenlagerungssystem abgelehnt. Mit guter Dokumentation kann man dann aber auch Krankenkassen überzeugen. Es reicht halt nicht nur ein Foto der Wunde mit dazugehöriger Wundbeschreibung. Der ganze Mensch.

Hier aus Januar 2019, beim Patienten unter dem Punkt “Tagesaktuelle Bemerkung” schrieb ich:

Frau___ hat die Antwort der AOK (Ablehnung) mit Begründung (Gutachten des MDK) erhalten. Diese beiden Dokumente wurden zusammen bewertet.
Aus dem Gutachten geht hervor, dass die Situation unter dem Punkt “Sachverhalt” richtig erfasst wird. Herr _____ ist aufgrund der Grunderkrankungen immobil, er kann KEINE eigenständige Positionswechsel durchführen bzw. passive Wechsel unterstützen.
Unter dem Punkt “Sozialmedizinische Beurteilung…” unterstellt nun der Gutachter dem Patienten er sei ein Simulant. Denn er unterstellt dem Patienten “nächtliche Resteigenbewegungen” die dazu führen, das Herr
_____ seine Liegeposition so verändert, dass das Lagerungssystem unwirksam ist.
Unsere Begründung für die Behauptung: Frau _
____ lagert das letzte Mal um 24 Uhr. Sie findet ihren Mann zur ersten Lagerung zwischen 06. und 07 Uhr so vor wie er 24 Uhr gelagert wurde. Herr ____ lagert sich also in der Zwischenzeit um und achtet darauf morgens, dann genauso wieder zu liegen wie die Ehefrau es gemacht hat.
Der Gutachter unterstellt unter stellig der Ehefrau unzureichend zu lagern. Er vermerkt: >> Ein Lagerungsplan wird nicht vorgelegt. Inwieweit am Tage gelagert wird, ist nicht dargelegt << Der Gutachter hat wohl in der Wunddokumentation nicht alles gelesen. So steht in JEDER Dokumentation seit dem 21.09.2018 unter dem Punkt der Vorgehensweise (Seite 3): >> Wichtig: aller zwei bis 3 Stunden sollten Lagerungen durchgeführt werden. Empfehlung: Seitenlagerungssystem, zum Beispiel der Firma Ekamed (Wunstorf, Nds.) << Dies ist ein Punkt der Therapieumsetzung und wird natürlich wie der gesamte Vorgang des Verbandwechsels umgesetzt. Die Wunddokumentation wird neben dem behandelnden Arzt, des Pflegedienstes NATÜRLICH in ERSTER LINIE dem Patienten/Angehörigen ausgehändigt. So kann der Patient / Angehörige AKTIV an seiner Gesundung mitwirken und fungiert im Bezug des Verbandwechsels als “Qualitätsmanagementbeauftragter” um eine gleichbleibende Qualität des Verbandwechsels zu gewährleisten. Frau
___ hat also diese Forderung gelesen und setzt sie um! Und es ist NICHT ERFORDERLICH, dass Angehörige für die Krankenkasse / MDK dies Dokumentieren. Sollen nun alle Versicherte, die Medikamente verordnet bekommen haben einen Beleg der Einnahme der Krankenkasse zukommen lassen?

Der Gutachter unterstellt mir, ich hätte nur eine Pflegeerleichterung für die Ehefrau im Blick. So schreibt er: >> nach Angaben des Wundzentrums sei hier die Erleichterung der Pflegeperson im Blick, damit insbesondere auch nachts eine entsprechende Lagerung erfolgen kann/muss, ohne dass die pflegende Ehefrau aufstehen müsse.<<<<

In der Dokumentation vom 21.09.2018 begründete ich den Einsatz wie folgt: >>> Er MUSS “rund um die Uhr” gelagert werden. In der häuslichkeit kann dies durch Angehörige (Ehefrau) nicht zu 100% geleistet werden. Sie benötigt Nachts ausreichend Schlaf um tagsüber die Pflege zu gewährleisten.
Es ist daher dringendst angeraten ein Seitenlagerungssystem, welches “rund um die Uhr” lagert mit zur Anwendung zu bringen. Wechseldrucksysteme können dies NICHT leisten!<<<<

Fazit: Der Gutachter ist NICHT der Meinung, das der Mensch eine längere Erholungsphase mittels Schlaf benötigt. Denn seiner Meinung kann schon die Ehefrau sich den Wecker stellen, um auch in der Nacht zu lagern. Er nimmt somit Folgeerkrankungen, die aufgrund der Pflege und Betreuung des Ehemannes die Ehefrau bekommt, in Kauf.

Dass es der Krankenkasse und dem Gutachter “nur” um das Geld geht, welches man nicht bereit ist auszugeben, geht aus der Feststellung unter Punkt “Sachverhalt” für Krankenkasse / Leistungserbringer” hervor. Zitat >> der Kostenvoranschlag weist dieses System im Kostenrahmen von 2.731,76 Euro aus.<<<

Diese Festellung soll wohl den Versicherten / Angehörigen erschrecken. Nach dem Motto, “ach so teuer, hätte ich es gewusst, ich hätte das gar nicht verlangt, usw.”
Unsere Meinung dazu:
Der Aufdruck “AOK” auf dem Trikot der Handballer hat mit Sicherheit viel mehr gekostet. Krankheiten wurden damit NICHT verhindert. Es gab Verletzungen von Sportlern die dieses Trikot getragen haben. Das Geld hat die AOK aber per Gesetz von Arbeitgebern und Arbeitnehmer erhalten, um Krankheiten der Versicherten zu behandeln und nicht Menschen in der ganzen Welt mitzuteilen das es eine AOK gibt! Diese “Millionenausgabe” sollte auf Rechtmäßigkeit überprüft werden. Die Ausgabe von 2.731,76 wirkt dagegen als sehr klein.
Richtig wurde festegestellt: der Dekubitus entstand im Krankenhaus. Er ist die Folge eines Pflegefehlers. Hier kann sich die Krankenkasse die Behandlungskosten vom Verursacher einklagen. Warum wird dies nicht gemacht? “Vetternwirtschaft”?
Hiermit versichere ich, dass das Wundzentrum KEINE Vorteile jeglicher Art durch den Einsatz eines Seitenlagerungssystem der Firma Ekamed erhält.

Die gesamte Wunddokumentation wurde als Begründung zum Widerspruch der Krankenkasse übergeben. Drei Monate später erhielt das Ehepaar den Bescheid nun ein Seitenlagerungssystem auf Kosten der Krankenkasse einsetzen zu können.

Der Dekubitus ist abgeheilt.

debritom+ Debridieren mittels Wasserstrahl

Eckart.Schuster No Comments
Wundreinigung mittels Wasser

Ich teste aktuell das debritom+ der Firma “medaxis” in meiner Praxis.
Darauf aufmerksam wurde ich auf dem Wundkongress in Bremen. Mühelos konnte ich dort die weißen Fasern einer Apfelsine von dieser Entfernen, ohne die Frucht selbst zu beschädigen.
Das Gerät selbst und das Zubehör (Einmal Material oder für einen Tag) kosten natürlich Geld. Und so ist es gut, es nun zu testen zu können.

Wundreinigung mittels Wasser

Auf der Homepage der Firma Medaxis ist unter anderem zu lesen:
debritom+ wird im stationären und ambulanten Bereich eingesetzt. Da die Behandlung ohne Narkose erfolgt, muss sie nicht zwingend von einem Arzt durchgeführt oder begleitet werden. Eine Wundfachperson kann die anspruchsvolle, wenig invasive Wundreinigung selbständig vornehmen. Dies begünstigt, dass die Wunde anstelle eines einfachen Verbandwechsels zugleich debridiert* werden kann. Die eingestellte Druckintensität am Gerät, die Distanz zwischen Wunde und Düse sowie die Feinheit der Wischbewegungen bestimmen, wie viel vom Wundbelag abgetragen wird.
Quelle: https://www.medaxis.ch/de.html (Stand 20.07.2019)

Vor Einsatz des debritom*
Vor Einsatz des debritom+
Nach Einsatz des debritom+

Meine Patienten berichten mir:
Während der Behandlung schmerzt es logischerweise, aber nicht so wie beim Einsatz von Debrisoft, oder einer Mullkompresse. Also der mechanischen Reinigung. Und, der Schmerz hält nicht so lange an wie bei der mechanischen Reinigung.

vor Reinigung mit debritom+
vor Reinigung mit debritom+
vor Reinigung mit debritom+
nach Reinigung mit debritom+

Übung macht sicherlich den Meister.

KURZZUGBINDE

Eckart.Schuster No Comments

Kurzzugbinden wiederverwendbar
Sie benötigen tatsächlich die Pflege, die jeder Hersteller solcher Binden auch auf jeder Binde aufgedruckt vorgibt. Kochwäsche! 95 Grad also.
Warum?
Nun, mir werden öfters Menschen mit Ulcerationen und massiver Entzündung des gesamten Unterschenkel vorgestellt. Manchmal so schlimm, dass man am Anfang der Betreuung noch gar nicht weiß, was ist tatsächlich ein Ulcus cruris venosum und was ist eigentlich “lediglich durch die Entzündung entstandener” Defekt.
Massiv die Exsudation. Schmerzen, flammendes Rot bekommt man zu Gesicht.
Fragt man den Betroffenen, “wie pflegen Sie die Binden”? So erhält man gefühlt zu 99% mit voller Inbrunst die Antwort: “alle mit der Hand gewaschen!” “Da pass ich ganz genau auf und bin ganz gründlich!”. Ich, “also mit einer Temperatur weit unter 40 Grad?” Antwort: “JA, natürlich”!
Ich zeige die Binde so, dass der Pflegehinweis vom Patienten sehr gut zu sehen ist.
Betroffener erstaunt, “das wusste ich nicht, ab jetzt koche ich die Binden”.
Was war geschehen? Nun, Binde vom Unterschenkel abgenommen. Da sind natürlich viele Bakterien. Handwäsche und das fanden bestimmt die Bakterien super. Nach Trocknung wieder auf den Unterschenkel. Hilfe bekam der Unterschenkel nicht. Der Verbandstoff wurde nur größer gewählt, um alles gut abzudecken. Ist der größte dem “Versorger” bekannte Verbandstoff nicht mehr groß genug, so kam dann schon mal die Mitteilung nun nicht mehr weiterzuwissen….
Auch wurde dabei sehr oft vergessen für die notwendige Polsterung zu sorgen. Sie rezeptieren zu lassen.
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) teilt ihren Ärzten mit, mit den wiederverwendbaren Kurzzugbinden spart man viel Geld im Verhältnis zu Kompressionsfertigverbänden. Dabei wird bei der Preisfindung schon die Polsterung usw. nicht mit berechnet. Und natürlich: man muss mehr Binden rezeptieren. Mit 4 Binden kommt man nicht weit. Und wenn man dann die Verbandstoff Kosten sieht, die nun durch das Rezeptieren entstanden sind. Ja, dann komme ich zum Ergebnis: besser für die Wundheilung, für den Betroffenen UND das Budget des Arztes sind Einmal Produkte.

Wiederverwendbares ist eigentlich auch aus jedem Krankenhaus verschwunden. Warum wohl? Wenn ich mir vorstelle, dass solch ein Patient mit seiner hochgradigen Infektion in ein Krankenhaus eingeliefert werden muss…. Vorsorge, Prophylaxe beginnt zu Hause!

Liebe KV, denken Sie immer daran, auch ein ihnen lieber Angehöriger könnte dann neben solch einem super infizierten Menschen im Krankenhaus liegen…. Gesundheit geht vor Geld!

LUFT MUSS RAN?

Eckart.Schuster No Comments

Immer wieder mal ruft mich ein besorgter Patient an. Er kommt von seinem Arzt. Dieser meint, wir sollten jetzt da Luft ran lassen. Verband ab! Und das, obwohl doch die Wundheilung vorangeht.

Meine Antwort: wenn der liebe Gott es gewollt hätte, das an Granulationsgewebe Luft ran kommt, er hätte uns keine Haut gegeben.

Diese Antwort hat bisher alle Patienten bewogen die Therapie so weiter fortzusetzen und den “Ratschlag” nicht zu folgen.

Tesla

Eckart.Schuster No Comments

Weitere Informationen hinterlege ich nun auf meiner Domain: https://mein-tagebuch.de/ und grade heute habe ich:

Brief an die AOK Niedersachsen

Eckart.Schuster 2 comments

Sehr geehrte 

sie haben einer Arztpraxis vorgeschlagen, andere Verbandstoffe einzusetzen als rezeptiert. Ihr Beweggrund: Einsparungen bis zu 33 % wären möglich. Sind sie Wundexpertin? Haben Sie sich die Wunden angeschaut? Kennen Sie die Ursachen, die Compliance des Patienten, das Umfeld? Ich glaube NEIN!

Denn sie haben zum Beispiel mit Ihrem Produktvorschlag “Aquacel Ag” ein ähnlich lautendes Produkt vorgeschlagen. Es handelt sich hier um die erste “Version” des Produktes, Hersteller: die Firma Convatec. Sie nahm noch nicht so viel Flüssigkeit auf, schrumpfte auch noch stark, so dass teilweise kein Hautschutz bezüglich des Wundrandes bestand. “Klebte” sie am Wundrand fest, oder war sie extrem feucht – so konnte sie reißen und es erforderte mehr Zeit den Verbandwechsel fachgerecht durchzuführen. Die Firma Convatec hat deshalb das Produkt weiter entwickelt. Es wurde verstärkt und mittels Kettelung reißfester. Eine bis zu 50% höhere Aufnahmekapazität und 9x reißfester wurde damit erzielt. Hinzugegeben wurde EDTA (Ethylendiamintetraacetat) und Benzethoniumchlorid um den Biofilm besser aufzubrechen. So werden die Bakterien besser freigelegt und die Silberionen werden geschützt an ihren Wirkunsort befördert. Die Oberflächenspannung von Exsudat und Biofilm wird verringert. So ist eine schnellere Aufnahme von Exsudat in den Wundverband möglich.

Aquacel Ag ist also NICHT vergleichbar mit Aquacel Ag+ Extra! Aber ganz wichtig: seit dem 01.01.2014 wird Aquacel Ag nicht mehr in Deutschland vertrieben! Hätte die Arztpraxis dieses Produkt verschrieben, hätte es im Ausland besorgt werden müssen. Die Belieferung zum Versicherten hätte mehrere Tage in Anspruch genommenn und was geschieht mit der Wunde in dieser Zeit? Das Ergebnis der Umsetzung Ihres Vorschlages: SIE GEFÄHRDEN DIE GESUNDHEIT IHRER VERSICHERTEN!

Zu Ihren weiteren Vorschlägen: 
Profore ist ein kombiniertes Kompressionssystem zur Therapie des Ulcus cruris venosum 
Profore lite ist ein kombiniertes Kompressionssystem zur Therapie arterio-venöser Mischulcera. 
Daher auch die unterschiedliche Anzahl an Binden. Beim Profore Kompressionssystem muss auch immer der Knöchelumfang gemessen werden.

Bei den Preisen gibt es soweit keine Unterschiede, außer beim Profore. Wenn der Knöchelumfang kleiner als 18 cm ist, besteht eine Originalpackung aus 4 Set’s a 4 Binden und kostet 133,79€, pro Stück 33,45€. 
Profore mit einem Knöchelumfang von 18-25 cm, 25-30 cm und > 30cm besteht die Originalpackung aus 8 Set’s a 4 Binden und kostet 267,79 €, pro Stück 33,47€.

Profore latexfrei gibt es nur in der Größe Knöchelumfang 18-25 cm besteht die Originalpackung aus 8 Set’s mit 4 Binden und kostet 265,21€, Stück kostet 33,15 €. 
Profore lite, Knöchelumfang universal, mit Latex und latexfrei besteht die Orginalpackung aus 8 Set’s mit 3 Binden und kostet 267,79€, Stück kostet 33,47€.

Des Weiteren empfehlen Sie zum Kosten einsparen statt Allevyn Life Kliniderm Foam Border 15×15 cm zu verwenden. 
1. Die Abmessungen sind verschieden. Der Haftrand bei Allevyn Life ist größer und hat eine bessere Haftung. 
2. Allevyn Life hat einen Superabsorberverschlusskern und nimmt sehr viel Exsudat auf. 
3. Kliniderm Foam Border ist ein Schaumverband für mäßig exsudierende Wunden und nicht für stark exsudierende Wunden. 
Dies bedeutet unter anderem auch eine unterschiedliche Anzahl von Verbandwechseln in der Woche


Warum heilen Wunden so schlecht ab? Weil Wundexperten NICHT bzw. selten eingesetzt werden. Weil Sie, als Krankenkasse dies NICHT wünschen.
Wir haben schon oft Dokumentiert und dies auch ihrem Arbeitgeber mitgeteilt. Wir haben darüber informiert welche Einsparungen möglich wären. Dies haben wir belegt. 
– zum Beispiel statt 365 Verbandwechsel im Jahr ohne Heilungstendenz benötigten wir 25 Verbandwechsel zu Abheilung. Ohne kostenintensive Untersuchungen, Vorstellungen MHH usw. 
– statt 4 Jahre frustraner Behandlung mit Ankündigung der Amputation beider Füße (durch den behandelnden Arzt an die betroffene Person) benötigten wir 99 Tage zur Abheilung!
Was machen wir anders? 
Nun, wir schauen halt nicht nur auf den zu verwendenen Verbandstoff, sondern schauen wie wir die Ursachen, die die Heilung behindern, in den Griff bekommen. Wir schulen dahingehend den Betroffenen, damit er sein Verhalten, seine Lebensweise darauf ein- bzw. umstellt. Konsequent muss er dies tun! 
Wir schulen Angehörige, Pflegeeinrichtungen stationär wie ambulant in der Versorgung der Wunde. Wir halten den Kontakt zu den benötigten Hilfsmittelanbietern und überprüfen die Wirksamkeit des gelieferten und sind erst zufrieden wenn es gut ist. Arztpraxen, Krankenhäuser können dies nicht leisten. Auch hat die einzelne Hausarztpraxis zu wenige Wunden um genügend Erfahrung sammeln zu können. Zu vielfältig sind die Ursachen. Der behandelnde Arzt wird über alles notwendige in mündlicher und schriftlicher Form informiert. Er ist der Behandler, wir sein ausführendes Organ.

UNSERE ARBEIT SPART! Wir haben Angebote bezüglich einer Zusammenarbeit gemacht. Die AOK hat stets abgelehnt. Dies ginge nicht. Es würden die gesetzlichen Grundlagen fehlen. Bundestagsabgeordnete haben diese Behauptung als FALSCH zurückgewiesen. Man gewinnt den Eindruck, die Diagnose “Ulcus cruris” bringt Ihnen mehr Geld als sie kostet. Die AOK hat uns selbst immer wieder bei schlecht heilenden Wunden dem behandelnden Arzt vorgeschlagen. Seit dem wir aber eine Vertragliche Grundlage wünschen, unsere Leistung auch von der Krankenkasse anerkannt haben möchten tun sie dies nicht mehr. Als “Sklave” war ok? Sklaven erhielten ja bekanntlich auch keine Vergütung ihrer Leistung.

UND: es gibt Patienten, die möchten jeden Verbandwechsel von uns durchgeführt haben. Dies ist nachvollziehbar. Denn die Leidensgeschichten besteht meist über Jahre. Diese Menschen sind bereit unsere Leistungen privat zu begleichen. Grund: sie als Krankenkasse sind aktuell nicht in der Lage Ihre Versicherten mit qualitativ dem aktuellen Wissenstand entsprechenden zu versorgen. Denn Sie lehnen Angebote der Verbesserung der Situation von KRANKEN Menschen Bezüglich einer chronischen Wunde ab.

Ich sehe Ihr Anschreiben / Empfehlung daher mehr als Druckmittel zu der Sie NICHT berechtigt sind. Sie sind bereit noch mehr Strafzinsen zu bezahlen als diese Summen für Ihre Versicherten auszugeben! Gelder die sie per Gesetz erhalten für die Versorgung kranker Menschen geben Sie als Strafzins an Banken weiter!

Einsparen können Sie auch, indem Sie die Beiträge der Versicherten und Arbeitgeber NICHT für Werbezwecke (große Plakate in den Städten, Sponsoring von Sportveranstaltungen – wo diese Sportler Millionen verdienen) einsetzen. Dies macht meines erachtens keine andere gesetzliche Krankenkasse. Beiträge zur gesetzlichen Krankenkasse werden hier aus meiner Sicht nicht korrekt eingesetzt.

Wie bereits beschrieben, Sie gefährden mit Ihren “Vorschlägen” die Gesundheit von Menschen mit chronischen Wunden. Wir unterrichten unsere Patienten über Ihre Vorgehensweise. Sie haben ein Recht zu erfahren wie sich ihre Krankenversicherung verhält. Wie Mitarbeiter der Krankenkasse, ohne entsprechende Qualifikation, sich in die Behandlungshoheit des Arztes einmischen.

Eine Kopie dieses Schreiben geht an die von Ihnen angeschriebene Arztpraxis. 

Wundreinigung – wie wichtig – Einhaltung Umsetzung Medizin Produkte Gesetz

Eckart.Schuster No Comments

Das Medizinproduktegesetz. Das wird leider nicht für voll genommen. Jeder regt sich über MRSA und Co auf – aber nur wenn es um die Keimbelastung im Krankenhaus geht. Zu Hause dürfen diese Bakterien tun und lassen was sie wollen. Selbst Wundexperten von ICW und DGFW schrecken teilweise nicht davor zurück Verbandstoff größer als benötigt zu bestellen und dann vom Verbandstoff immer ein Stück abschneiden, der Rest locker eingepackt für das nächste Mal. Weil ja angeblich der Verbandstoff zu teuer.
Durch das MolecuLight i:X Bildgebungsgerät kann man nun sehen, wie wichtig Wundreinigung und steriles arbeiten ist. Da wo Bakterien zu genüge sind müssen nicht noch mehr hin!

Die ersten Bilder zeigen die Wunde VOR Reinigung. Direkt nach Abnahme des Verbandes. Dieser hatte eine Verweildauer von 3 Tagen.

Bakterien die durch Cyan Fluoreszenz entdeckt werden: Pseudomonas aeruginosa

Bakterien die durch rote Fluoreszenz entdeckt werden:
Das KÖNNEN sein: Staphylococcus aureus, MRSA, Enterobacter cloacae und Enerococcus faecalis
Proteus mirablis, Klebsielle pneumoniae, Escheria coli, Beta-hemolytic Streptococci (Group B),
Coagulese-negative Staphylococci ( e.g.S.lugdunensis)

 

 

 

Reinigung des Unterschenkels:

Loser Biofilm mittels Octenisept getränkter Kompresse entfernt. Actimaris Wundgel aufgebracht, mit feuchten Kompressen den Unterschenkel umwickelt und 20 Minuten einwirken lassen. Anschließend mit NaCl0,9 % und Debrisoft die Wunden gereinigt, Biofilm entfernt. Nochmals Octenisept getränkte Kompressen auf die Wunden gelegt und gute 2 Minuten einwirken lassen.

Nun noch mal Fotografiert

 

 

Die Keimbelastung ist deutlich weniger, aber halt auch deutlich noch vorhanden. Man stelle sich vor – die Reinigung fände nicht statt. Oder jetzt kommt unsteriles Material, mit einem weiteren Bakterienstamm, auf die Wunde. Wer möchte das bei sich? Daher mein Aufruf an alle die Wunden versorgen:

 

 

 

NUR STERILES MATERIAL VERWENDEN und GRÜNDLICHE WUNDREINIGUNG!

Antwort von Tesla?

Eckart.Schuster No Comments

Lieber Herr Schuster,
vielen Dank für Ihr Feedback. Ihr Unmut ist verständlich. Allerdings wissen wir, dass man doch eine gewisse Zeit benötigt, um genügend Erfahrung zu sammeln. Zum Beispiel um den Angaben über den Akku, Restreichweite usw. zu Vertrauen. Man fährt deshalb Anfangs langsamer, lädt länger/mehr als benötigt. Die benötigte Sicherheit erlangt man aber mit der Zeit und wir sind uns sicher: beim nächsten Mal wird es schneller gehen.

So in etwa hätte die Antwort von TESLA ausfallen können. Tesla hat aber nicht geantwortet.

Im September/Oktober des letzten Jahres hatte ich runde 9.000 Km Tesla Erfahrung gesammelt. Nun waren es 55.000 Km zum Start und ja, es hat sich doch einiges geändert.

Ich hatte ja geschrieben: Fahrt zum Brenner über 11 Stunden und zum Vergleich der Verbrenner: 10 Stunden.

Im Netz entdeckte ich einen Routenplaner (https://abetterrouteplanner.com/), der speziell für Elektromobile entwickelt wurde. Dieser plante die Reise mit 9 Stunden und 46 Minuten. Für 872 Kilometer. Lediglich 8 Stunden und 9 Minuten davon in Bewegung. 1 Stunde und 37 Minuten für 4 mal Pause / Laden. Nun, es wurden 878 Km und gesamt benötigten wir 10 Stunden 15 Minuten. Also wie bei meinem letzten Verbrenner. 2 von den 4 Pausen waren länger, als es der Tesla für die benötigte Energieaufnahme benötigt hatte. Wir Menschen und Tiere benötigten da mehr Zeit. Tesla hätte also mit dem Antwortschreiben recht gehabt. Oder ich habe einfach zu schnell geschrieben. Entschuldigung Tesla.

Am Tag 2 ging es dann nicht einfach die Brennerautobahn weiter, sondern wir fuhren wie geplant die SS12. Diese bis Trient. Dort war die SS12 Betreff des Giros gesperrt und die Polizei empfahl uns nun die Autobahn. Interessant war aber, dass neben der doch sehr schönen Landschaft der Tesla bis dorthin so gut wie keinen Strom benötigte. Im Gegenteil, er lud runde 10 kWh auf. Das entspricht bei meiner Fahrweise runde 60 Kilometer mehr Strecke. Das geht nun mit einem Verbrenner gar nicht: während der Fahrt Tanken. Nach Livorno also ein entspanntes Fahren.

Auf der Insel selbst hat sich die Ladeinfrastruktur verbessert. Ich konnte ja am Villaggio Sabbie de Oro nun vernünftig laden. Allerdings fehlt der geplante Supercharger. Planung geht jetzt zu Ende 2018 laut Tesla Homepage. Standort immer noch Olbia und so für die gesamte Insel nicht optimal.

Hautpflege – ein muss bei jedem Verbandwechsel

Eckart.Schuster No Comments

Wenn man durch einen Kompressionsverband einen ganzen Unterschenkel “verpackt”, ja dann kann er vom Patienten nicht gepflegt werden. Schließlich bleibt der Kompressionsverband bis zum nächsten Verbandwechsel und das können 4 Tage schon mal sein (bei 2x wöchentlich).

Alles was also verpackt wurde, muss also nach Entpacken gepflegt werden. Ich wasche den Unterschenkel mit handelsüblicher Wasch Lotion. Nach Abtrocknung nun die Durchführung des eigentlichen Verbandwechsel.

Anschließend nun Pflege der Haut. Allpresan hier für mich das Mittel der Wahl. Es zieht schnell ein. Seit gut einem Jahr nun gebe ich dem Allpresan Pflegeschaum 3 bis 4 Tropfen Soliform 21 (Kräutertropfen) hinzu.

Soliform 21 ist ein altbewährtes naturreines Hausmittel zur natürlichen Körper- und Gesundheitspflege. Bestehend aus 21 sorgfältig abgestimmten ätherischen Kräuterölen. Unter anderem Entzündungshemmend.

Angenehmer Geruch, den die Patienten mögen runden das ganze ab. Ich bin sehr zufrieden.

Aus diesem Grund gebe ich hier diese Empfehlung ab. Es ist nicht nur wichtig die Wunde gut zu versorgen, das übrige muss es auch sein.

Informationen unter soliform.de

Man benötigt Dunkelheit…

Eckart.Schuster No Comments

Nun, wie eine Wunde sieht das nicht mehr aus. Optimale Voraussetzung, Dunkelheit und das Fluoreszierende sichere violette Licht lassen so ein “Kunstwerk” entstehen.
Das Ergebnis: wenn jemand zentral in der Wunde einen Abstrich genommen hätte, er hätte einen Negativen Bescheid vom Labor erhalten. Kein Nachweis….
Anders bei Probeentnahme, wenn mehr zum Wundrand: bei 2 bis 4 Uhr, 6 bis 7 Uhr und 11 Uhr der Abstrich genommen worden wäre. Richtig, überall wo rote Fluoreszenz.

Interpretation bei auftreten von Bakterien die durch rote Fluoreszenz entdeckt werden:
Das KÖNNEN sein: Staphylococcus aureus, MRSA, Enterobacter cloacae und Enerococcus faecalis
Proteus mirablis, Klebsielle pneumoniae, Escheria coli, Beta-hemolytic Streptococci (Group B),
Coagulese-negative Staphylococci ( e.g.S.lugdunensis)

Das KÖNNEN sein, der Abstrich gibt aus welche/r. Was mir nämlich auffällt. Seit dem ich nun diese Bilder (bei jedem Verbandwechsel) anfertige und natürlich in die Dokumentation einfließen lasse. Seit dem achten die Mitarbeiter der Pflegedienste verstärkt auf die Hygienischen Maßnahmen. Auch gut!

MOLECULIGHT i:X Bildgebungsgerät

Eckart.Schuster No Comments

Information: Das MolecuLight i:X™-Bildgebungsgerät ist von Health Canada (Medical Licencse # 95784) zugelassen und trägt die CE-Kennzeichnung (Zertifikat Nr. G1160292355002) zum Vertrieb in der Europäischen Union.

Durch die Nutzung des Fluoreszenzprinzips emittiert MolecuLight i:X sicheres violettes Licht, das zur Fluoreszenz von Bakterien ≥ 104 CFU / g führt.2

Visualisierung von fluoreszierenden Bakterien in Echtzeit

Sofortige Lokalisation von potentiell schädlichen Mengen von fluoreszierenden Bakterien2
Fundiertes Wunddébridement und Reinigung2,3,4
Optimierung der Wundbettpräparation vor Behandlungsbeginn5
Fundierte Probenahme und Biopsie2, 6-8
Unterstützt eine verantwortungsvollere Antibiotika-Entscheidungsfindung und -Auswahl8,9
Verbesserte Patientenaufklärung und -einbindung3,4
Bakterien erscheinen im Bild rot. (Pseudomonas aeruginosa würde, falls vorhanden, Cyan farbend erscheinen)

Quelle: http://www.smith-nephew.com/deutschland/fachgebiete/wundmanagement/moleculight-ix/ mit Stand vom: 18.03.2018

Ich habe es nun im Einsatz. Endlich einen unserer größten “Feinde” auf der Wunde sehen zu können finde ich sehr gut. Denn: das Risiko welches ich kenne, ist kein Risiko mehr. Damit lässt sich umgehen. Bakterien werden immer auf einer chronischen Wunde zu finden sein. Auch nach gründlicher Reinigung mit diversen Wundspüllösungen. Wir müssen uns also nicht um zu wenige Bakterien auf der Wunde sorgen – aber um zu viele!

Hier ein Beispiel. Die Wunde und Umgebung sieht doch absolut sauber aus. Keine Anzeichen einer Infektion.

Aufnahme unter normalen Licht. Sieht “sauber” aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie man aber unter violetten Licht nun sieht, der Organismus hat hier schon ganz schön zu kämpfen.

Es werden Bakterien die durch rote Fluoreszenz entdeckt:
Das sind: Staphylococcus aureus, MRSA, Enterobacter cloacae und Enerococcus faecalis
Proteus mirablis, Klebsielle pneumoniae, Escheria coli, Beta-hemolytic Streptococci (Group B),
Coagulese-negative Staphylococci ( e.g.S.lugdunensis)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich stehe jetzt erst am Anfang mit dem Umgang dieses guten Hilfsmittels und werde zu gegebener Zeit meine Erfahrungen im Umgang hier berichten.

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